Müllerkurs

Werde Müller, Säger oder Ölerin und betreibe deine historische Anlagen mit Wissen aus dem Kurs

Für die Erhaltung von historischen Mühlenanlagen ist ein regelmässiger und fachgerechter Betrieb essenziell. Deshalb setzt sich die VSM/ASAM für die Ausbildung des notwendigen Personals ein und unerstützt Kurse für den Betrieb von historischen Mühlenanlagen. 

   Bei der Sanierung und Wiederinbetriebnahme von hydraulischen Anlagen kann im Idealfall der vorherige Betreiber die neuen nachfolgenden Anlagenbetreuer anlernen und die Technik und Tücken der Anlage erklären und viele praktische und nützliche Tipps abgeben. Das Wissen kann weiter gegeben werden.

    Vielfach ist jedoch diese Weitergabe des Wissens der Anlage aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich und die neuen Betreiber müssen die Anlage im Selbststudium erlernen und eigene Erfahrungen sammeln. Ein nicht fachgerechter Betrieb führt oft zu Schäden und die Freude an der historischen Anlage wird gemindert. Die langfristige Erhaltung einer Mühlenanlage gelingt massgeblich durch die korrekte Bedienung - ein ständiger Lernprozess. Die menschliche Sensorien ist gefragt, es gibt keine digitalen Helferchen.

    In jedem Falle ist die Besichtigung ähnlicher Anlagen und die Diskussion mit den dortigen Anlageführerinnen und -führer sinnvoll und zu empfehlen, um von der Erfahrung und dem Wissen zu profitieren.

    Fünf erfahrene Mühlenfreunde von historischen Anlagen - alle Vereinsmitglieder - bieten einen Müllerkurs auf historischen Anlagen an: 

    Annette Schiess (Ölmühlen), Klaus Allemann (Sägereien), Nikolaus Leu (Müller und Mühlentechniker), Heinz Schuler (Ölmühlen mit hydraulischer Presse) und Kurt Fasnacht (Müller und Schreiner).

Die Kursziele sind  

  • Betreiben, unterhalten und Pflegen einer historischen Mühle
  • Vermittlung des Funktionieren und der Abläufe an die Besucherschaft
  • Theoretisches Wissen über Aufbau von historischen Mühlen und Mühlenarten
  • Technische Grundkenntnisse der Anlage kennen und anwenden, Insbesondere Wasserrad, Transmissionen und Mechanik.
  • Wissen um die Rohstoffe und die Ausgangsstoffe und Wissen über das erzeugte Produkt und die Endprodukte
  • Betrieb der Mühle in Bezug auf Sicherheitsfragen von Betreiber und Besucher
  • Erhalt und Restauration als materielles und immaterielles Kulturgut
  • Erhalt von Arbeitsweisen der historischen Anlagen.


Kursaufbau und Kursdauer

    In 10 Tagen und zwei Einführungswochenenden sollen alle Teilnehmer über die allgemeinen und Basisfunktionen Wissen erhalten. In einer zweiten Phase werden die Anlagenbetreiber auf die eigene Anlage und die spezifischen Abläufe geschult und die Experten helfen die Anlage und deren Aufgaben in der Öle, der Mühle oder der Säge zu vertiefen. In einer Abschlussprüfung zeigen die Teilnehmer das Gelernte umzusetzen und präsentieren den anderen Teilnehmerinnen das neue Wissen .

    Eine Dokumentation hilft den Kurs zu strukturieren und die Elemente werden aufgezeigt. 

Zielgruppe

    Angesprochen werden Einzelpersonen und Vereine und deren Mitglieder, die ihre Verantwortlichen für die Anlage Schulen möchten. 

Termin und Anmeldeschluss

    Der Pilotkurs soll im Herbst 2019 starten und im Sommer 2020 abgeschlossen werden. Anmeldeschluss ist der 15. September 2019.

Kosten

    Die Kosten betragen CHF 650.00; inklusive Kursunterlagen und Ausbildung auf den Mühlen sowie Abschlussprüfung und Zertifikat. Die Kosten für Anreise, Übernachtung und Essen tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selber.

Anmeldeadresse und weitere Informationen

  • Annette Schiess-Seifert
    Mobile 078 763 69 63, annette.schiess.seifert@gmail.com
  • Kurt Fasnacht
    Mobile 079 261 52 03, kurt.fasnach@muehlendoktor.ch